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Blockiert!

Beim Eintritt in die Johanneskirche steht eine Barriere aus Umzugskisten im Weg. Wer nach vorne zu einem Sitzplatz will, muss sich schon daran vorbeischlängeln. Und wird sogleich in das Thema des Gottesdienstes am Samstagabend, 22.08.26, hineingezogen. 

Von Blockaden ist zu lesen – von Angst, Unsicherheit, unklarer Zukunft, Perfektionismus etc. Und die Aufforderung: „Such dir deinen Weg in den Kirchraum. Welche Blockaden sind dir vertraut?“

Schon dieses Stilmittel zeigt an: Hier geschieht heute etwas Neues. Denn: Es ist Wohnzimmerkirche: ein neues Gottesdienst-Format. Pfarrer Tom Mindemann und Team gestalten einen besonderen Gottesdienst in der Kirche. 

Man sitzt an Tischen in kleinen Gruppen. Getränke stehen bereit. Eine Wohlfühl-Atmosphäre soll entstehen.

Gleich zu Beginn kommt ein weiteres Element dieses Formats im wahrsten Sinne des Wortes zum Tragen. Die Teilnehmenden werden gebeten, mit den Kisten eine Mauer im Altarraum zu errichten. Sie werden hier mit einbezogen in die Gestaltung. Dieser Gottesdienst lebt von der Interaktion aller Beteiligten. So auch bei den neuen Liedern, die im Laufe des Abends gesungen werden. Kirchenmusikerin Jana Ecker begleitet diese am Klavier und lernt die Teilnehmenden in gewohnt souveräner Art an, diese gemeinsam zu singen. 

Die Blockaden werden in den Gesprächen an den Tischen thematisiert. Raum für offene Gespräche – so der Tenor dieses Gottesdienstes. Keine Predigt, sondern es geht darum, “ins Gespräch zu kommen“, oder wie Pfarrer Mindemann es ausdrückt: „predigt euch selbst“. Und er berichtet von der Erfahrung, wie beindruckt er von den tiefgründigen Gesprächen ist.

Angeregt werden die Gespräche durch Fragen aus dem Klönbeutel. Tom Mindemann und Team haben Fragen zum Thema aufgeschrieben. Diese werden aus dem Klönbeutel gezogen und in den Tischgruppen beantwortet. In den Gesprächen wird deutlich, dass es bei diesem Thema nicht nur um äußere Blockaden oder Hindernisse geht, sondern auch um innerliche Blockaden. 

Wohnzimmerkirche, d.h.: niedrigschwellig Gottesdienst feiern, in einer gemütlichen, ungezwungenen Atmosphäre, miteinander reden, zuhören und singen. Wohnzimmerkirche, d.h.: Zeit und Raum für Gespräche, Zeit und Raum für Gott und die Menschen.

Die nächste Möglichkeit, bei der Wohnzimmerkirche dabei zu sein, besteht am Samstag, 17. Oktober 2026, um 18.15 Uhr. Save the Date!

Blockaden (Foto KHS)

Pfarrer Tom Mindemann mit dem Klönbeutel (Foto KHS)


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