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Ein schöner Tag - in verrückten Zeiten

Jubelkonfirmation in der Johanneskirche am Nußberg

Ein sonniger Frühlingsanfang, dieser Sonntag, der 20. März 2022. Ein schöner Tag für den Festgottesdienst anlässlich der Jubelkonfirmation. Fünfzehn Männer und Frauen hatten sich angemeldet, die vor 50, 60, 65, 70 oder 75 Jahren am Nußberg und in Gerlingsen und an anderen Orten konfirmiert worden sind.

„Ein schöner Tag – in verrückten Zeiten.“ – Mit diesen Worten eröffnete Pfarrer Tom Mindemann seine Predigt. Und sprach damit die Gefühle an, die alle Anwesenden bewegen: die Freude darüber, dass man dieses Fest feiern kann, die Sorgen und Ängste verursacht durch den Krieg in der Ukraine. In seiner Ansprache erzählte er die Geschichte von Elia. Dessen Biografie ist geprägt von Erfolgen und Niederlagen, von Depression und Verfolgung bis hin zur seelischen Erschöpfung: „Es ist genug, ich kann nicht mehr“. Am tiefsten Punkt erfährt Elia himmlischen Beistand – und wird gestärkt seinen Weg gehen: „Es wird alles gut“. Etwaige Ähnlichkeiten mit tatsächlichen Begebenheiten im Leben der Teilnehmenden waren beabsichtigt.

Im Gottesdienst erhielten die Jubilare und Jubilarinnen eine Urkunde und ein Ansteck-Kreuz. Pfarrer Mindemann segnete sie für den Weg, der vor ihnen liegt. Und - zum ersten Mal seit Monaten im Gottesdienst – wurde in der Gemeinschaft der Jubilare Abendmahl gefeiert.

Im Anschluss an den Gottesdienst begrüßte Tom Mindemann im Namen der Gemeinde die Jubilare und Jubilarinnen mit Angehörigen zu einem gemeinsamen Essen. Ehrenamtliche Mitarbeiterinnen hatten dankenswerter Weise den Gemeindesaal liebevoll hergerichtet. An gedeckten Tischen wurden Erinnerungen ausgetauscht, Geschichten erzählt. Wie die von Günter König, der 1949 in Walsdorf bei Bamberg konfirmiert wurde. Als Geflüchtete war die Familie dorthin gekommen und das Besondere der Feier war „das gute Essen“. Seine Ehefrau, Liane König, gebürtige Iserlohnerin, wurde 1956 in der Obersten Stadtkirche konfirmiert und erinnert sich noch an die „Prüfung“ der Konfirmandinnen und Konfirmanden durch Pfarrer Holtmann. Oder die von Dieter Esser, langjähriges Presbyteriumsmitglied der Johannesgemeinde und ehemaliges Mitglied des Kuratoriums des Bethanien-Krankenhauses, der 1947 konfirmiert wurde. In der Nachkriegszeit wurde im kleinen Familienkreis gefeiert in bescheidenen Verhältnissen. Geschichten, wie sie auch von anderen erzählt wurden. So auch von Christel Gericke, die mit ihrer Mutter und den Paten in einer Zwei-Zimmer Wohnung feierte. Geschichten, die berühren, weil sie vom Auf und Ab eines Menschenlebens erzählen und dabei ist immer wieder auch spürbar die Dankbarkeit für das Gute, das man erfahren hat.

Es feierten:

Goldkonfirmation (50 Jahre): Angelika Goldbach, Christine Michler
Diamantene Konfirmation (60 Jahre): Christel Gericke, Jakob Rieck, Hannelore Zeiske, Veronika Schaake, Bärbel Schulte
Eiserne Konfirmation (65 Jahre): Gerda Spieker, Ursula Wurm, Liane König, Brunhilde Tschorn
Gnadenkonfirmation (70 Jahre): Christa Meier, Günter König
Kronjuwelenkonfirmation (75 Jahre): Dieter Esser, Siegrid Schack

 

Fotos: KS


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